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Gerade hast du die Entscheidung getroffen, diesen Artikel zu lesen.

Solltest du ihn bis zum Ende lesen, könntest du eine erstaunliche Entdeckung machen.

Wie du deinen Selbstwert weniger an deinen Rollen und Erwartungen anderer Menschen festmachst, sondern … – aber fangen wir von vorne an:

Mit diesem Moment, in dem du dich entschieden hast, jetzt weiterzulesen.

Du hast deine Aufmerksamkeit auf den Text gelenkt. 

Da bist du nun.

 

Du könntest jetzt viele andere Dinge tun, aber in diesem Moment entscheidest du dich dafür, hier zu sein. 

Vielleicht entscheidest du in einer Minute, dass du auf die Toilette musst. 

Oder vielleicht schreibt dir jemand eine Nachricht, und du hört auf zu lesen. 

In diesem Moment triffst du eine einfache Entscheidung, die deine Werte deutlich machen: 

Dein Handy (oder deine Toilette) ist dir mehr wert als dieser Artikel. 

Und dein Verhalten folgt dieser Bewertung entsprechend.

Unsere Werte spiegeln sich ständig in der Art und Weise wider, wie wir uns entscheiden zu handeln.

Das ist von entscheidender Bedeutung, denn wir alle haben ein paar Dinge, von denen wir denken und sagen, dass sie uns wichtig sind, aber wir setzen sie nie mit unseren Handlungen um. 

Wenn ich z.b. meiner Freundin sage, dass mir die Zeit mit ihr sehr wichtig ist, aber sobald meine Kumpels anrufen, scheint sich mein Zeitplan wie durch Zauberhand zu öffnen, als ob Moses das Rote Meer teilt.

Oder ich rede ständig darüber dass mir der Klimawandel am Herzen liegt, aber ich fahre mit meinem Spritfresser-SUV zur nächsten Kreuzfahrt, dann erzählen meine Handlungen eine andere Story.

Taten lügen nicht. 

 Selbstablehnung:

Mit dieser Diskrepanz werden wir ein Leben lang zu tun haben.

Wahrscheinlich gibt es keinen Menschen, der zu 100% all seine tiefsten Werte auslebt.

Natürlich gibt es die kleineren „Abweichungen“. 

Damit können wir leben. 

Bei mir ist es z.B. der Umgang mit dem Handy /social Media.

Hier predige ich immer wieder den bewußten und begrenzten Umgang mit diesem Medium, ertappe mich aber selber beim zu langen Rumscrollen auf dem Klo.

Dramatischer wird es, wenn die Abweichungen größer oder bedeutsamer werden.

In meiner Lebensmitte veränderten sich einige meiner Werte und Überzeugungen so stark, dass ich in Konflikt mit der Ausübung meines Berufes kam.

Bildich gesprochen fühlte ich mich wie der Sprecher einer politischen Partei der im Inneren spürt, dass er inzwischen in vielen Themen das Parteibuch gewechselt hat.

Das war für mich eine massive Krise, die radikale Veränderungen nach sich gezogen hat.

Wenn wir wachsam sind, können wir also im Laufe unseres Lebens bemerken, wenn uns einige unserer eigenen Werte nicht mehr gefallen.

An dieser  wird es jetzt Hintergründig:

Wenn wir diese Veränderungen in uns bemerken, mögen wir einen Teil von uns selbst nicht.

Das liegt daran, dass unsere Werte sozusagen Erweiterungen von uns selbst sind. 

Sie sind das, was uns im Tiefsten definiert. 

Wenn etwas Gutes mit jemandem geschieht, den du schätzt, fühlst du dich gut. 

Wenn dein Freund nach einer langen Krankheit gesundet, oder dein Ehemann eine Gehaltserhöhung bekommt oder dein Lieblingssportteam eine Meisterschaft gewinnt, fühlst du dich gut, als ob diese Dinge dir selbst passiert wären.

Das Gegenteil ist genauso wahr.   

Wenn du etwas nicht wertschätzt oder sogar ablehnst, wirst du dich manchmal gut fühlen, wenn etwas Schlechtes damit geschieht. 

Viele Menschen gingen auf die Straße und jubelten, als Osama Bin Laden getötet wurde.

Oder Idi Amin, Pol Pot, Mussolini….

Die Zerstörung von jemandem, den man als böse empfindet, fühlt sich in den Herzen von Millionen wie ein großer moralischer Sieg  an.

So wie wir alles in unserem Leben entweder wertschätzen oder abwerten können, können wir auch uns selbst wertschätzen oder abwerten. 

Menschen, die sich selbst abwerten oder ablehnen, weil sie sich als moralisch minderwertig empfinden, können (unbewusst) eine Selbstbestrafung inszenieren. 

Sie haben das Bedürfnis, irgendetwas Schreckliches zu erleben, um ihre eigene Minderwertigkeit auszugleichen. 

Und ob es durch Drogen, Selbstverletzung oder sogar das Verletzen anderer geschieht:

Da gibt es einen Teil von sich selbst, der diese Zerstörung sucht, um all den Schmerz und das Elend, das sie empfunden haben, zu rechtfertigen.  

Selbstliebe als Antwort? 

Ein großer Teil der „Selbstliebe-Bewegung“ in den 70er und 80er Jahren bestand darin, Menschen von Selbstverachtung zu Selbstliebe zu führen. 

Menschen, die sich selbst lieben, müssen sich nicht selbst verletzen. 

Sie haben gelernt, sich im gesunden Sinne um sich selbst zu kümmern und ihre Bedürfnisse zu befriedigen.

Diese Selbstliebe ist von entscheidender Bedeutung. 

Aber sie ist allein nicht ausreichend. 

Letztendlich müssen wir alle uns selbst, aber auch etwas über uns selbst  wertschätzen. 

Ob es Gott, ein moralisches Gesetz oder eine Sache ist, wir brauchen die transzendente Dimension in unserem Leben.

Denn wenn du dich selbst zum höchsten Wert in deinem Leben machst, wirst du nie den Wunsch verspüren, dich für irgendetwas hinzugeben. 

Du wirst nur von einem Höhepunkt zum anderen jagen und keine wirkliche Erfüllung erleben.

Du bist, was du wertschätzt 

Wahrscheinlich kennst du die Geschichte des bürgerlichen Menschen der Mittelschicht mit einem anständigen Job, der die Midlife Crisis erlebt und beschließt, zehn Tage (oder 10 Monate!) lang jeglichen Kontakt zur Außenwelt abzubrechen, in einen abgelegenen und obskuren Teil der Welt zu flüchten und dann „sich selbst zu finden“.

Vielleicht war das auch schon mal deine Erfahrung. 

Ich kenne sie aus meinem eigenen Leben. 

Wenn Menschen sagen, sie müssen „sich selbst finden“, meinen sie oft:

Sie finden neue Werte  

Stark verkürzt könnten wir sagen: 

Unsere Identität – das, was wir als das „Selbst“ wahrnehmen und verstehen – ist die Summe von allem, was wir wertschätzen. 

Wenn du also irgendwohin flüchtest, um allein zu sein, suchst du in der Regel einen geeigneten Raum, um deine Werte neu zu bewerten.

Was dann in diesem Raum geschieht – ob auf einer abgelegenen Insel, in den Wäldern oder bei einem lauten Selbsthilfe-Seminar – ist im Wesentlichen immer eine Anpassung unserer Werte.

Du gehst weg, bekommst eine neue Perspektive darüber, was in deinem Leben für dich wichtig ist, was wichtiger sein sollte, was weniger wichtig sein sollte, und kehrst dann (idealerweise) zurück und machst weiter. 

Indem du zurückkehrst und deine Prioritäten änderst, änderst du deine Werte, und du kommst als „neuer Mensch“ zurück.

Wenn du bis hier hin gelesen hast:

Steht bei dir gerade eine Neu-Bewertung an?  

Vielleicht bist du gerade in einer Lebensphase, in der du vieles hinterfragst.

Vielleicht merkst du schmerzlich, dass das Leben nicht „gerecht“ ist. 

Es lässt uns Schicksalsschläge erfahren, die uns den Boden unter den Füßen wegziehen. 

Es zerschmettert ohne Vorwarnung unsere Träume. 

Es erinnert uns durch Schmerz und Krankheit an die Vergänglichkeit unseres Körpers.

Auch wenn wir es nicht wahrhaben wollen, wenn wir gerade auf unserem ganz persönlichen Siegertreppchen stehen:

Wir sind verletzbar.

Und es geht nicht immer bergauf.

In diesen Momenten sollten wir hellwach sein, denn hier wir bekommen die große Chance einer goßen Einsicht:

Das Leben pflanzt seinen wertvollsten Samen gern in den schmutzigsten Dreck.

In die Dunkelheiten unserer Seele.

Mitten im Geburtskanal ist es dunkel, eng, schleimig und blutig. 

Doch keine Angst. 

Denn auch auf die dunkelste Nacht folgt irgendwann die nächste Morgendämmerung.

Das Chaos von heute ist eine höhere Ordnung, die wir nur noch nicht verstehen.

Die Momente, in denen du dir wie der letzte Trottel vorkommst, weil du es einfach nicht kapierst, kann für dich das Tor für eine ganz neue Lebensphase werden!

Wie du diese „goldene Lebensphase“ erfahren kannst – klicke hier >

Mehr dazu auch in diesem Video:

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